Hausregeln

Hausregeln der DPL……

1) Floorman, (Dealer)

Für die Entscheidungen der Floormen, (Dealer) hat die Berücksichtigung der Fairness und die beste Lösung im Sinne des Spiels höchste Priorität. Durch ungewöhnliche Umstände kann es im Interesse der Fairness dazu kommen, dass eine Regel nicht in ihrem eigentlichen Sinne ausgelegt wird. Die Entscheidung des Floorman, (Dealer) ist endgültig. Entscheidungen zu Sonderfällen, die nicht in diesem Reglement erfasst sind, trifft der Floorman, (Dealer). Diese Entscheidungen sind Tatsachenentscheidungen.
Die Spieler akzeptieren das Reglement und die Entscheidungen der Floormen, (Dealer). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

2) Odd Chip (nicht teilbarer Jeton)

Betreffend Split Pots bei Texas Hold´em und Omaha bekommt die Spitze jener Spieler, welcher in der Setzreihenfolge am nächsten zum Button sitzt.

3) Side Pot

 

Es werden Side Pots gespielt. Ein oder mehrere Side Pots können sich ergeben, wenn ein oder
mehrere Spieler All In gegangen sind. Er bzw. Sie können dann ohne weitere Einsätze nur auf den Pot spielen, der inzwischen zusammengekommen ist (Main Pot). Die übrigen Spieler investieren weiter in einen Side Pot. Derjenige Spieler aus dem Kreis der Side Pot-Investoren, der beim Showdown das beste Blatt aufdeckt, erhält den Side Pot. Ist sein Blatt darüber hinaus noch besser als das des All In-Spielers, erhält er auch den Main Pot. Wer keine vollen Blinds mehr bringen kann, geht auch mit dem Teilbetrag All In. Bei einer Teilung wird jeder Side-Pot separat geteilt. Sie werden vor der Teilung nicht zusammengefügt.

4) “Time”

Verlangen eines Countdowns.
Sobald eine angemessene Zeit (2-3 Minuten) vergangen ist und ein Spieler keine Entscheidung getroffen hat, kann jeder noch aktiv am Spiel beteiligte Spieler am Tisch verlangen, dass ein Countdown für eine Entscheidung gegeben wird. Der Floorman annonciert den Countdown von 30 Sekunden. Wenn bis zum Ende der 30 Sekunden keine Entscheidung gefallen ist, so wird ein 10 Sekunden Countdown gezählt. Falls am Ende der 10 Sekunden keine Entscheidung getroffen wurde, ist die Hand ungültig (“Dead Hand”).

5) Dead Button

 

Durch das Ausscheiden eines Spielers kann es passieren, dass der Button nicht weitergeht und zweimal an der selben Position bleibt.

6) Raise Regeln

 

Als reguläre Erhöhung gelten Einsätze, die mindestens so hoch sind wie die zuletzt getätigte
Erhöhung bzw. mind. ebenso hoch wie der erste Einsatz (Big Blind) des ersten Spielers einer Wettrunde.
Im No Limit und Pot Limit gibt es folgende Möglichkeiten, das Raise zu setzen:

a) Der Betrag muss in einer Bewegung gesetzt werden.
b) Der Betrag muss zuvor annonciert und festgelegt sein.
c) Das Raise annoncieren, den bisherigen Betrag setzen (Call) und danach in einer Bewegung das eigentliche Raise setzen.
Voraussetzung für Erhöhungen:
Wenn ein Spieler 50% oder mehr erhöht, aber weniger als das notwendige Minimum, so muss er die Erhöhung zu einer Minimumerhöhung komplettieren. Weniger als 50% ist eine ungültige Erhöhung und gilt lediglich als bezahlt.
In Nolimit- und Potlimitspielen eröffnet eine All-In-Erhöhung von weniger als 100%, für Spieler die bereits gesetzt haben, nicht die Möglichkeit abermals zu erhöhen.

Wurde ein höherer Betrag als ein möglicher Call annonciert oder getätigt, der für ein reguläres Raise nicht ausreicht, so gilt dies als Raise und der Spieler muss bis zum Minimumraise nachlegen. Ausnahme: All In.
Wenn ein Spieler Raise annonciert und mit einer ungezählten Summe Jetons in der Hand zu setzen beginnt, beträgt sein Einsatz die Summe aller Jetons in seiner Hand.
Die Anzahl der Erhöhungen ist nicht begrenzt.
Ein Spieler darf nach eigener Erhöhung nur dann erneut erhöhen, wenn inzwischen von einem anderen Spieler regulär erhöht wurde.
Ein All In Satz, der geringer als ein vollständiger Raise ist, eröffnet die Setzrunde für Spieler, die schon gehandelt haben, nicht neu.
In der ersten Wettrunde gilt ein einzelner „oversized“ Jeton, ohne dass ein Raise annonciert wurde, als Call. Nach dem Flop gilt der oversized Chip beim Anspiel entsprechend seiner Wertigkeit.
Annonciert ein Spieler ein Raise und setzt einen oversized Chip, gilt, bei allen No Limit und Pot Limit Spielen, der höchst mögliche Betrag, maximal bis zu der Wertigkeit des Jetons.
Das Raise muss immer annonciert werden, bevor der Jeton den Tisch berührt.

7) Offizielle Sprache

Während des Spiels sind ausnahmslos die Sprachen Deutsch und Englisch erlaubt.

8) Technische Geräte

 

Mobiltelefone und ähnliche Kommunikationsmittel oder technische Hilfsmittel dürfen im Pokerbereich nicht verwendet werden. Geräte, die ausschliesslich der Musikwiedergabe dienen, sind erlaubt.

9) Sichtbarkeit der Jetons

Die Jetons mit der größten Wertigkeit müssen immer für alle sichtbar sein. Auf Nachfrage eines Mitspielers ist die Höhe des aktuellen Table Stakes bekanntzugeben.

Alle Jetons müssen immer sichtbar sein. Spieler dürfen zu keiner Zeit Jetons einstecken oder verborgen transportieren.

Spieler, die Jetons eingesteckt haben, riskieren eine Penalty.

10) Annoncieren der Hand

 

Verbale Aussagen betreffend der Wertigkeit der Hand sind nicht bindend. Jedoch obliegt es der Pokerleitung, Missbrauch und Falschannoncen zu ahnden.

11) Rabbit Hunting

 

“Rabbit Hunting” ist nicht erwünscht, d.h.: wenn eine Hand beendet ist, werden vom Dealer keine weiteren Karten gezeigt.

12) Vorgezogener Satz

 

Absichtliches Vorgreifen ist nicht erlaubt. Ansagen und Handlungen außer der Reihe sind bindend, wenn sich die bisherige Situation der Einsätze nicht verändert hat. Check, Call oder Fold gilt nicht als Veränderung.
Ein Raise in the Dark gilt nicht als vorgezogener Satz und ist im Rahmen des gespielten Limits möglich. Der entsprechende Einsatz muss vor dem Initial Deal gesetzt werden.

13) Misdeal

Sollte bei der Ausgabe der Hole Cards versehentlich eine Karte aufgedeckt werden, wird diesem Gast nach Beendigung der Kartenausgabe eine neue verdeckte Karte ausgeteilt. Die versehentlich aufgedeckte Karte wird offen als Burn Card vor Aufdecken der Board Cards genommen. Der Spieler am Button kann zwei Karten hintereinander erhalten.
Sollten einem Spieler Karte(n) vom Tisch fallen, so muss er mit diesen Karten weiterspielen. Sollte die Möglichkeit bestehen, daß ein Mitspieler Einsicht in die heruntergefallene(n) Karte(n) genommen hat, ist/sind diese Karte(n) allen Spielern zu zeigen.

 

In folgenden Fällen werden die Karten als vergeben erklärt (Misdeal), wenn noch keine wesentlichen Handlungen (Check, Bet, Fold) stattgefunden haben:
a) Das Paket wurde vor dem Geben nicht gemischt und geschnitten.
b) Es wurde dem falschen Spieler zuerst gegeben.
c) Es wurde nicht jedem Spieler nur seine reguläre Karte gegeben.
d) Einem Spieler wurden zu wenige Karten gegeben (außer der Coup kann richtig gestellt werden, ehe zu setzen begonnen wurde).
e) Einem Spieler wurden zu viele Karten gegeben (außer wenn die letzte gegebene Karte die zu brennende gewesen wäre, und sie dem Paket wieder zugeführt werden kann).
f) Es wird ein Joker im Paket gefunden.
g) Sollten mehr als eine Karte aufgedeckt ausgegeben oder eine Karte über den Tisch
gegeben werden (vom Tisch fallen).
h) Wurden einem Spieler, der nicht berechtigt ist, Karten zu bekommen, versehentlich Karten gegeben.
Alle Karten werden eingezogen, gemischt und dann neu ausgeteilt.

14) Ungeschützte Hand

Sollte ein Dealer die ungeschützte Hand eines Spielers vernichten, oder ein Spieler passt seine Karten vorzeitig in den Muck -in der Annahme er hätte keine Gegenspieler mehr- hat der Spieler keine
Regressansprüche und erhält auch keine Jetons zurück. Einzige Ausnahme: sollte dieser Spieler ein Raise machen und dieses wurde noch nicht bezahlt, erhält er in diesem Fall sein Raise zurück.

15) Vernichten der Siegerhand

Sollte eine offensichtlich gewinnende Hand vom Dealer während des Showdowns irrtümlich eingezogen werden, gewinnt sie trotzdem den Pot. Alle Mitspieler werden im Interesse der Fairness dazu aufgefordert, ein Missverständnis oder einen offensichtlichen Fehler an den Dealer zu melden.

16) Verbale Ansagen

 

Ist ein Spieler an der Reihe, sind seine mündlichen Ansagen verpflichtend. Ansagen außerhalb der Reihe können verpflichtend sein. Sie sind bindend, wenn sich die bisherige Situation der Einsätze nicht verändert hat. Check, Call oder Fold gilt nicht als Veränderung.

17) Exposing Cards

Aufdecken von Karten:
Wenn ein Spieler Karten öffnet, obwohl noch Aktionen anderer Spieler möglich sind, dann bleibt die Hand weiterhin aktiv und kann zu Ende gespielt werden. Es wird aber eine Bestrafung ausgesprochen. Die Strafe beginnt am Ende der Hand. Wenn ein Spieler die Karten absichtlich ohne Ansage öffnet, dann wird die Hand für ungültig erklärt.
Es liegt im Ermessen des Floorman in der Beurteilung des Einzelfalles diese Regel durchzusetzen.

18) Pot-Größe

 

Nur in Pot-Limit Spielen wird Auskunft über die Potgrösse gegeben. Der Dealer ist nicht
verpflichtet, in No Limit Spielen den Pot zu zählen und muss darüber auch keine Auskunft geben.

19) Button im Heads Up

 

Sobald es zur Heads Up-Situation kommt, muss der Button so positioniert werden, dass kein Spieler zweimal hintereinander den Big Blind zahlt.

20) Playing the Board

Um einen Anspruch auf einen Teil des Pots zu haben, muss ein Spieler bei Playing the Board alle Hole Cards öffnen.

21) Penalties und Disqualifikation

Ein Penalty (Zeitstrafe) kann ausgesprochen werden, wenn der Spieler zum Beispiel
a) sich schlecht benimmt oder Fehlverhalten an den Tag legt
b) fremde Karten oder Jetons berührt
c) ständig redet
d) Infos über aktive oder gepasste Karten preisgibt
e) anderen Gästen während des Spiels seine Karten zeigt
f) vorzeitig setzt
g) das Spiel analysiert, solange noch eine Aktion möglich ist
h) vor dem Showdown über die Hand spricht
i) eine andere Sprache außer Deutsch oder Englisch benutzt
j) falsche Aussagen betreffend der Wertigkeit der Hand tätigt
k) die Karten zerreißt, markiert, zerstört oder herumschmeißt.

Ein Penalty muss ausgesprochen werden, wenn der Spieler zum Beispiel
a) falsch spielt
b) Jetons einsteckt
c) “softplay” betreibt.
d) Karten vorzeitig öffnet

 

Es obliegt dem Floorman, die Höhe des Penalty in einer Bandbreite von einer Buttonrunde bis hin zu einer Disqualifikation festzulegen. Für die Dauer des Penalty hat der betroffene Spieler den Tisch zu verlassen.

22) Zu früh aufgedeckte Board Cards

 

Deckt der Dealer vor Beendigung der aktuellen Wettrunde zu früh Board Cards auf, so gilt folgendes:
Die zu früh aufgedeckten Karten bleiben solange offen liegen, bis die Wettrunde beendet ist. Dann verfährt der Dealer wie folgt:

a) Flop

Alle zu früh aufgedeckten Karten werden wieder verdeckt auf das Deck zurückgelegt und das gesamte Deck, außer der Burn Card und den Discards, wird nochmals neu gemischt und geschnitten. Nun wird der Flop, ohne nochmals zu brennen, ausgelegt.

b) Turn

 

Die zu früh aufgedeckte Turn-Karte wird offen an die Seite gelegt und geschützt. Nun wird die nächste Karte gebrannt und die Karte, die regulär als River ausgelegt werden sollte, ist nun die Turn-Karte. Bleiben mehr als ein Spieler im Spiel und es wird die fünfte Board Card benötigt, so wird die offen liegende, geschützte Karte wieder verdeckt auf das Deck zurückgelegt. Zusammen mit dem Rest des Decks wird neu gemischt und geschnitten. Die letzte Gemeinschaftskarte wird nun, ohne erneut zu brennen, aufgedeckt.

c) River

Die zu früh aufgedeckte Karte wird wieder verdeckt auf das Deck gelegt und der Dealer mischt und schneidet das Deck neu. Nun wird die letzte Karte, ohne erneut zu brennen, aufgedeckt.

Diese Verfahrensweise gilt nur, solange es in der Folgewettrunde nach dem verfrühten Aufdecken der Boardcards noch keinerlei Action (Checken, Setzen, Passen) gab. Gab es hingegen schon Action, so wird der übergangene Spieler wie ein All-In-Spieler behandelt. Das heißt, er kann nur um den Pot mitspielen, in den er bis zum verfrühten Aufdecken der Boardcards noch regulär eingezahlt hat. Alle weiteren Einsätze der verbliebenen Spieler in den Folgerunden bilden einen Sidepot.

24) Abgelegtes Kartenpaket

 

Wird ein Paket vom Dealer irrtümlich abgelegt und mit der Schneidekarte geschützt, bevor das Spiel beendet ist, ist der oberste Teil des Paketes weiter zu verwenden.

25) Show one, show all

 

Sollte ein Spieler einem Mitspieler am Tisch eine oder mehrere Hole Cards zeigen, und ein anderer Spieler am Tisch, egal ob am Pot beteiligt oder nicht, fordert den Spieler auf diese Karte(n) allen zu zeigen, so ist/sind die Karte(n) vom Dealer zu öffnen.

26) Faules Blatt

 

Ein faules Blatt gilt als ungültiges Blatt und kann keinen Teil des Pots gewinnen. Ein Blatt ist faul, wenn es mit den abgelegten Karten in Berührung kommt oder wenn es aus zu vielen/wenigen Karten zu dem jeweiligen Zeitpunkt des Spiels besteht. Ein Spieler, der entdeckt, dass sein Blatt faul ist, kann keine Jetons, die er in den Pot gegeben hat, zurückerhalten.

27) Ungenügendes Mitgehen

Ein Spieler, der an der Reihe ist, muss einen nicht ausreichenden Satz vervollständigen.
Ein Spieler, der eine Erhöhung nicht bemerkt hat, kann seinen Satz zurückziehen, solange noch niemand nach ihm gehandelt hat.

 

Hinterlasse eine Antwort

Du musst eingeloggt sein um ein Kommentar posten zu knnen!.

 
Mai 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031EC

 
Der Beitrag wurde am Montag, den 9. Mai 2011 um 17:48 Uhr veröffentlicht

Du kannst die Kommentare dieses Beitrages verfolgen, klicke dazu bitte auf das RSS Feed Icon!
RSS FEED ICON

Du kannst am ende des Beitrags ein Kommentar verfassen.Trackbacks zu diesem Beitrag sind nicht möglich.